Abel Tasman National Park
Heute sind wir von Motueka nach Kaiteriteri gefahren, wo uns am goldfarbenen Strand der Golden Bay das Maxi Taxi zu unserer Tour entlang am Abel Tasman National Park abholen sollte. Außer einem überdimensionalen Campingplatz, der an der einzigen Straße durch den Ort liegt, gab es noch ein kleines Café mit einem wunderschönen Ausblick auf den tatsächlich goldfarbenen Strand. So haben wir uns dort lässig in die Sonne gesetzt und bei einem Cappuccino auf unsere Mitfahrgelegenheit gewartet.
Gegen eins näherte sich dann auch das kleine, gelbe Speed-Boat dem Strand und man rief uns zu, wir sollten die Schuhe ausziehen, Hosen hochkrempeln und dann ab durchs Wasser ins Boot. Als wir alle drin waren, bekamen wir unsere Life-Jackets und den Hinweis „The sea is a little bit bumpy today! But we try to keep you dry!“ Erst haben wir darüber nur geschmunzelt, aber als der Motor mit Vollgas gestartet wurde, schob sich eine nicht gerade kleine Menge Wasser an der Seite des Bootes vorbei und klatschte triumphierend auf uns nieder! Von vorne hörten wir nur: „Ups!“
Während Philipp die nächsten eineinhalb Stunden enormen Spaß bei dem ganzen auf und ab hatte, versuchte ich mich darauf zu konzentrieren, nicht grün anzulaufen und war heilfroh, als wir einen Stop auf Awaroa machten und aus dem Boot steigen konnten. Während die anderen direkt weiter fuhren, blieben wir beide für die nächsten zwei Stunden auf dem einsamen Strand zurück und wanderten durch den Dschungel zur Awaroa Lodge. Dort ließen wir uns am Kamin mit einem Kuchen nieder, um meinen Magen milde zu stimmen.
Da außer uns niemand mehr am Strand war und sich der Himmel immer weiter zuzog, waren wir heilfroh, als mit zwanzig Minuten Verspätung das kleine, gelbe Taxi am Horizont auftauchte. Die Rückfahrt war ebenso holprig, wie die Hinfahrt, aber zwischendurch haben wir das Tempo kurz gedrosselt und konnten Delphine beobachten, wie sie neugierig hinter dem Maxi Taxi herschwammen. Es war so schön die Delphine in der freien Natur zu sehen! Der Kommentar unserer Begleiter fiel ein wenig anders aus: „Guck mal, Flipper! Meinst Du, die können auch so Kunststücke?“
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