Waitomo Caves
Nach drei spannenden Tagen in und um Taupo, in denen wir schöne Wasserfälle, reißende Stromschnellen und „Shawn the Prawn“ besucht (und auch viele seiner Brüder gegessen) haben, sind wir nach Waitomo aufgebrochen. So gegen Mittag kamen wir in dem kleinen Örtchen an und keine halbe Stunde später warteten wir bereits vor den Aranui Caves mit einer Handvoll anderer auf unseren Guide. Als er kam, wurden wir herzlich begrüßt und eingeladen, ihm den Weg hinauf und dann in die Höhle zu folgen. Begleitet von kleinen Anekdoten aus seinem Leben als Höhlenforscher wanderten wir durch diese riesige und beeindruckende Tropfsteinhöhle, die mit verschiedenen Lichtquellen gekonnt in Szene gesetzt wurde. Stellenweise war es allerdings auch stockdüster, was uns aber nicht weiter kümmerte, bis wir den Rückweg antraten. Wir hatten uns ein wenig mit dem Guide verquatscht, so dass wir die Letzten waren, die das Höhlensystem verließen und kurz vor dem Ausgang leuchtete er mit seiner Taschenlampe eine von den düsteren Stellen an und gab damit dutzende riesige, fette Spinnen preis, die sich mehr oder weniger plump fortbewegten. „Sometimes they are so stupid, they fall down!“ lachte er röchelnd. Ach nein, wie aufregend. Wo war der Ausgang bitte???
Direkt im Anschluss haben wir noch an der Glowworm-Tour teilgenommen, wo wir zuerst durch eine kleinere Tropfsteinhöhle geführt wurden, an deren Ende eine Art riesige Halle auf uns wartete, die die Bewohner von Waitomo die „Kapelle“ nennen. Aufgrund des schönen Halls haben hier angeblich schon Pop-Ikonen wie Sting gesungen. Nach einer imposanten Gesangsdarbietung unserer Führerin sollten wir in ein großes Boot steigen und wurden ermahnt, in den nächsten Minuten mucksmäuschenstill zu sein, da wir ja die armen Glühwürmchen nicht unnötig stressen wollen. Und so glitten wir lautlos durch das dunkle Wasser in eine noch dunklere Höhle. Beim Blick nach oben hätte es uns fast die Sprache verschlagen, wenn wir nicht eh schon ein Redeverbot auferlegt bekommen hätten. So viele Glühwürmchen auf einmal hat wohl keiner aus der Gruppe jemals zu sehen bekommen. Es sah fast aus wie der Himmel in einer wolkenlosen Nacht, der von Sternen nur so wimmelt. Natürlich mit dem Unterschied, dass es keine Sterne sind, sondern vielmehr Larven von Pilzmücken. So romantisch!
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